Fachtagung Gemeinschaftsverpflegung im Kulmbacher Mönchshof
Gemeinsam isst man besser!

Grafische Darstellung von Tellern und Besteck; Schriftzug: Gemeinsam isst man besser

Gemeinsam isst man besser! Unter diesem Motto stand die oberfränkische Fachtagung Gemeinschaftsverpflegung 2026. Ob Kita oder Senioreneinrichtung – gemeinsames Essen gibt Struktur im Tag, fördert die Gemeinschaft und schafft Identifikation.

Umso wichtiger ist es da, dass die angebotenen Speisen gesund sind, ansprechend präsentiert werden und gut schmecken. Wie dies im Alltag umgesetzt werden kann – dafür gab es für die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele Ideen und Impulse von den Expertinnen des Sachgebiets Gemeinschaftsverpflegung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Bayreuth-Münchberg.

Wohlfühlen fängt bei der Umgebung an

Nach der Begrüßung von Rainer Prischenk von der Regierung von Oberfranken und einer Videobotschaft von Ernährungsministerin Michaela Kaniber, gab Sachgebietsleiterin Susanne Dobelke einen kurzen Abriss über die Arbeit des für ganz Oberfranken zuständigen Sachgebiets Gemeinschaftsverpflegung. Danach ging es sofort zum fachlichen Teil.
Dass Essen von der reinen Nahrungsaufnahme zum echten Genuss wird, beginnt schon beim Ambiente. Eine Umgebung, in der man sich wohlfühlt, ist ein oft unterschätzter, aber entscheidender Faktor in der Gemeinschaftsverpflegung. Mit welchen Mitteln man die Atmosphäre ansprechend gestalten kann, stellte Innenarchitektin Elke Rabl-Schmidt vor. Sie gab Tipps zum Einsatz von Farben, Raumakustik, Lichtwirkung und wie man mit Naturmaterialien aus einer Mensa einen echten Wohlfühlort macht. Dabei betonte sie: „Zahlreiche Beispiele zeigen, dass durch Umgestaltung der Räume die Tischgäste öfter und länger kommen und die Essenszahlen steigen.“

Nützliche Informationen in zwei Foren
Im Anschluss konnten sich die Teilnehmer in zwei Foren über spezifische Aspekte der Gemeinschaftsverpflegung informieren. Isabella Eppinger vom Sachgebiet 2.3 GV stellte im Forum „Von der Saat zum Teller – Gemeinsam ackern in der Gemeinschaftsverpflegung“ das Konzept des Acker e.V. vor und zeigte anhand von Best Practice-Beispielen, wie sich die Möglichkeiten in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen sinnvoll ergänzen lassen.
Praktisch wurde es bei „Kleiner Happen, große Wirkung – Fingerfood für alle“. Marina Reinhardt vom Sachgebiet 2.3 GV zeigte eine Vielfalt an Möglichkeiten, Fingerfood einfach aber genial in der Gemeinschaftsverpflegung einzusetzen. Dabei gab es viele „Aha-Erlebnisse“, wie vielseitig Fingerfood gestaltet werden kann. Beim Probieren konnten sich die Teilnehmer schließlich noch persönlich davon überzeugen, dass die Kreationen zudem sehr gut schmeckten.
Urkunden für erfolgreiche Coachings und Erfolgsgeschichten
Nach einer gemeinsamen Netzwerk- und Probierpause erhielt das AWO Seniorenzentrum Rödental (Landkreis Coburg) die Urkunde für das erfolgreich abgeschlossene Coaching Seniorenverpflegung. Zudem wurde das großartige Engagement der Einrichtung gewürdigt.
In der abschließenden Gesprächsrunde „Erfolgsgeschichten“ berichteten auch die Kita Kastanienbaum Schönwald und das Aufseesianum von ihren Erfahrungen mit den Coachings BioRegio bzw. Schulverpflegung. Der Tenor: Schon kleine Änderung zeigen große Wirkung – und es lohnt immer, eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinschaftsverpflegung voranzutreiben.